Digitalisierung

Digitalisierung

Die Notwendigkeit, die Luftfrachtindustrie zu digitalisieren

Die Luftfracht zeigt sich weiterhin anpassungsfähig. Die Frachtvolumina haben sich derzeit stabilisiert und zeigen eine moderate Aufwärtsentwicklung. Trotz globaler Unsicherheiten und eines weiterhin spürbaren Fachkräftemangels bleibt das Luftfrachtsegment für die Wirtschaft unverzichtbar. Besonders vor dem Hintergrund weiterhin schwankender Kapazitäten und gelegentlicher Störungen in der Seefrachtlogistik erweist sich die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Luftfracht nach wie vor als entscheidender Wettbewerbsvorteil. 

Um volatilen Marktsituationen weiterhin erfolgreich zu begegnen und auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Logistiker jedoch in der Lage sein, ihre Lieferketten schnell und flexibel anzupassen. Auch der zunehmende Onlinehandel bringt immer kleinteiligere Lieferungen hervor und erhöht die Komplexität von Lieferprozessen. Insbesondere der stark wachsende grenzüberschreitende E-Commerce verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Digitale Plattformen und automatisierte Prozesse werden zunehmend notwendig, um steigende Sendungszahlen effizient abzuwickeln und gleichzeitig Transparenz sowie kurze Lieferzeiten sicherzustellen. Die Erfahrungen aus der Pandemie, steigende Treibstoff- und Betriebsmittelkosten sowie anhaltende geopolitische Spannungen führten zu einem Umdenken in der Luftfrachtbranche, die auf den Einsatz von Technologie und Digitalisierung setzt, um die Lücken in den Lieferketten zu schließen und ihre Kunden effizient zu bedienen. Durch die Effizienz und Zuverlässigkeit autonomer Prozesse können Luftfrachtunternehmen bedarfsgerechter operieren und Ressourcen schonen. Auch große Kosteneinsparungen und Risikominderungen werden weltweit durch Digitalisierung ermöglicht. 

Entlastung von Arbeitskräften durch Automatisierung

Im Vergleich zu anderen Logistikbereichen ist die Abfertigung in den Luftfrachtlagern jahrelang von Ineffizienz, manueller Arbeit, Papierdokumenten und Undurchsichtigkeit der Lieferketten geprägt. Hinzu kommt, dass die Akteure in voneinander isolierten Systemen arbeiteten. Ein Grund hierfür ist unter anderem die Komplexität der Abfertigungsprozesse in der Luftfracht. Im Gegensatz zur Luftfracht ist der Standardisierungsgrad in der Seefracht beispielsweise wesentlich höher. So laufen die Prozessschritte zwischen Schiff, Lagerstelle und LKW an Containerhäfen über verschiedene Fahrzeug- und Systemtypen hinweg überwiegend automatisiert und ohne Wechsel des Transportbehältnisses ab. Darüber hinaus werden zumeist 20- der 40-Fuß Seecontainer für die Ladung verwendet.